LIFE EUROKITE+

LIFE EUROKITE+ (Windenergie) wird sich als zusätzlicher Bestandteil des Projektes LIFE EUROKITE den legalen Formen von menschenverursachter Mortalität (Kollision mit Infrastrukturen, Stromschlag) annehmen, dabei speilt insbesondere die Versachlichung der Windenergiediskussion eine tragende Rolle.

Es ist im Interesse des Artenschutzes, dass die im Projekt generierten Daten bei Umweltverträglichkeitsprüfungen und Infrastrukturprojekten im Allgemeinen Berücksichtigung finden und aufbauend auf der wissenschaftlichen Analyse von Telemetriedaten Empfehlungen für die Themenbereiche Windenergie und Verkehr erarbeitet werden. Auf Anregung des WWF und auf Wunsch der EU-Kommission werden die umfangreichen Daten in LIFE EUROKITE+ (Windenergie) auch genutzt, um die Effektivität von Natura 2000 Vogelschutzgebieten zu bewerten und zu verbessern.

Im Projekt LIFE EUROKITE+ sollen in Deutschland noch weitere 180 Rotmilane und 40 Seeadler über mehrere Bundesländer verteilt besendert werden. Durch den Abschluss einer umfassenden Datennutzungsvereinbarung mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach konnten bereits Daten von mehr als 400 weiteren besenderten Rotmilanen (342 Jungvögel, 77 Altvögel und zukünftig besenderter Vögel) gesichert werden, die für Auswertungen im Rahmen von LIFE EUROKITE bzw. LIFE EUROKITE+ zur Verfügung stehen. Datennutzungsverträge mit weiteren Organisationen und Privatpersonen sind derzeit in Verhandlung und sollen den Zugriff auf möglichst alle bereits in Europa besenderten Rotmilane ermöglichen. Somit stehen schlussendlich Telemetriedaten von weit mehr als 1.000 Rotmilanen zur Verfügung. Diese bieten einen genauen Einblick in das Leben der einzelnen Individuen und erlauben neue Erkenntnisse über das Verhalten der Art.

Ziele:

  • Mit HIlfe von Telemetriestudien, repräsentative Daten für einen populationsbezogenen Ansatz generieren
  • Planung eines Projektes für technische Lösungsansätze
  • Identifizierung von Hochrisikostrecken von Stromleitungen für Greifvogelkollisionen oder Stromschläge in den Brutgebieten, den Überwinterungsgebieten und entlang der Zugrouten
  • Minderungsmaßnahmen (Vermeidung von Kollisionen)